Fellows Schweiz
Jedes Jahr nimmt Ashoka weltweit etwa 200 Social Entrepreneurs in das Fördernetzwerk auf. Alle Fellows setzen sich in einem mehrstufigen, nationalen und internationalen Auswahlprozess durch, weltweit werden dabei mehr als 7.000 Kandidaten begutachtet. Die neuen Fellows erhalten von Ashoka je nach Bedarf finanzielle Unterstützung, Beratung und Verbindungen zu Wirtschaft und Wissenschaft, damit sie ihre Ideen deutschlandweit und international verbreiten können.
Auf dieser Seite finden Sie alle bisherigen Ashoka Fellows aus der Schweiz:
Fellows aus der deutschsprachigen Schweiz
Social Entrepreneur Christiane Daepp

Christiane Daepp hat 2002 das Ideenbüro gegründet. Sie hat erkannt, dass Kinder hervorragende Problemlöser sind, vor allem in Bereichen, die sie selber betreffen. Dieses Potenzial wurde bislang nicht genutzt. Mittlerweile hat sie in 34 Schweizer Schulen ihre Vorstellung von Anlaufstellen für Probleme aller Art umsetzen können: Kinder suchen und entwickeln gemeinsam Ideen für ihre aktuellen Probleme: Sei es bei Mobbing, Vandalismus, angespannten Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern, Konflikten unter Schülern oder das Fehlen von Jugendangeboten in ihren Gemeinden. Dabei lernen Kinder und Jugendliche, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte selbstständig zu lösen und sich für die soziale Gemeinschaft einzusetzen. Das Mitgefühl wird gestärkt. Angespornt durch den Erfolg ihres Projekts hat Christiane Daepp ihr Projekt auf Betriebe ausgeweitet. Die Nachfrage von Institutionen steigt, die sich sind mehr Mitarbeitereingagement wünschen und erkannt haben, dass das Konzept des peer-to-peer Problemlösens effizient und erfolgversprechend ist.
Zur Website: www.ideenbuero.ch
Videoportrait von Christiane Daepp
Christiane Daepp - Ashoka Fellow 2009 - Social Entrepreneur (Youtube)
Social Entrepreneur Markus Gander

Markus Gander ist Gründer und Leiter des Vereins Infoklick.ch, eine direkte Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in der Schweiz, die etwas bewegen und sich aktiv mit eigenen Ideen engagieren wollen. Zudem bietet Infoklick konkrete Hilfestellungen für sämtliche Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen und deren Bezugspersonen. Eine Dienstleistung, die jährlich über 30.000 Menschen beanspruchen. Markus Gander ist überzeugt, dass die Förderung der Fähigkeiten von jungen Menschen die beste Prävention ist. Für die Umsetzung vieler Aktivitäten fehlt es oft nur an Kleinigkeiten: ein Raum zur Mitbenützung, zusätzliches Fachwissen, eine Steckdose, ein Kontakt oder eine kleine Startfinanzierung. Diese Unterstützung bietet Infoklick.ch an und springt dort ein, wo staatliche Unterstützung fehlt. Ein Projekt der Organisation macht es zum Beispiel möglich, dass Jugendliche aktiv in die Gestaltung der Gemeinde mit einbezogen und so zu Changemakern werden. 2005 wurde ein nationales Zentrum für Kinder- und Jugendförderung eröffnet, wo junge Menschen Projekte realisieren und sich mit Meinungsmachern ihrer Gemeinden treffen können. Um die Heranwachsenden in ihren jeweils ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zu erreichen, werden Einstiegsveranstaltungen in Form von Parties, Konzerten und Sportevents organisiert. Markus Gander hat heute ein landesweites Netzwerk engagierter Jugendlicher geschaffen. 2006 wurde er von der Schwab-Stiftung als Social Entrepreneur des Jahres in der Schweiz ausgezeichnet.
Zur Website: www.infoklick.ch
Videoportrait von Markus Gander
Markus Gander-Ashoka Fellow 2009-Social Entrepreneur (Youtube)
Fellows aus der französischsprachigen Schweiz
Social Entrepreneur Christine Theodoloz-Walker

Christine Theodoloz-Walker ist die Generaldirektorin des privaten Stellenvermittlers «IPT Integration für alle». Die Stiftung wurde 1972 von Unternehmern mit dem Ziel gegründet, Menschen mit psychischen, körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung in die Arbeitswelt zu integrieren. „Integration Pour Tous" (IPT, Integration für alle) ist eine Brücke zwischen zwei Welten - Wirtschaft und Sozialwesen – die das Schweizer Sozialsystem grundlegend verändert hat. Christine Theodoloz-Walker ist überzeugt, dass niemand arbeitsunfähig ist. Mit innovativen Beratungsmethoden und Weiterbildungsmodellen hilft sie jährlich Tausenden von Schweizern, ihre Fähigkeiten zu entdecken und entwickeln, und sie baut Hürden für den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben ab. Sie verhindert dadurch, dass Betroffene in einen Teufelskreis von Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit geraten. Die Wirkung ist beträchtlich: Im Jahr 2008 betreuten die 107 Mitarbeitenden von IPT 2'546 Fälle. 1'217 Personen konnten wieder in die Privatwirtschaft vermittelt werden. Mit einem Case Management Ansatz ist IPT Partnerschaften mit allen öffentlichen und privaten Einrichtungen eingegangen, die Menschen mit gesundheitlichen Problemen subventionieren, unterstützen und einstellen könnten (Hilfswerke, Arbeitsagenturen, Invalidenversicherungen und Unternehmen). Ein wichtiger Nebeneffekt: der gesundheitliche Zustand der Vermittelten verbessert sich messbar. Den Erfolg ihrer Arbeit misst Christine Theodoloz-Walker durch eine jährliche vergleichende Studie, die in Zusammenarbeit mit Prof. Yves Flückiger, Vizerektor des Departements für politische Wirtschaft und Professor an der Universität Genf, sowie mit Unterstützung der kantonalen Handelskammern erstellt wird. Das Modell kann leicht auf den europäischen Kontext und darüber hinaus erweitert werden.
Zur Website: www.fondation-ipt.ch
Zum internationalen Profil von Christine Theodoloz-Walker
Social Entrepreneur Marie Dominique Genoud

Marie Dominique Genoud hat die Organisation As'Trame ins Leben gerufen. Diese hilft, unterschiedliche Arten von Trennung zu verarbeiten, sei es aufgrund von Tod, Scheidung oder Krankheit. As'Trame bietet Betroffenen unmittelbar nach einem emotionalen Schock sofort Hilfe an und will damit verhindern, dass das Erlebte zu dauerhaften psychischen Problemen und traumatischen Störungen führt, die später mit starken Medikamenten behandelt werden müssen. Dazu hat Marie Dominique Genoud ein einfaches, zeitlich begrenztes und sehr wirksames Konzept entwickelt: Sie bringt Menschen zusammen, die Ähnliches erfahren haben. Durch das gemeinsame Verarbeiten entstehen soziale Bindungen, die Beteiligten nehmen Anteil am Schicksal der anderen und lernen so, mit der eigenen Trauer oder Wut umzugehen, die schmerzhaften Erfahrungen besser zu verstehen und zu überwinden. So sollen Betroffene aus eigenem Antrieb wieder Lebensmut finden. Bis heute erreichte die Organisation über 1000 Kinder und Erwachsene. Marie Dominique Genoud ist dabei, das Konzept über Regionalgruppen in der französischsprachigen Schweiz und in Frankreich auszubreiten.
Zur Website: www.astrame.ch
Zum internationalen Profil von Marie Dominique Genoud
Hier finden Sie die deutschen Ashoka Fellows
Hier finden Sie die französischen Ashoka Fellows







